SPÖ: Nicht jeder Student hat Recht auf beliebiges Studium

6. Oktober 2003, 17:26
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Broukal: Unis müssen Platzbeschränkungen aussprechen können

Wien - Noch im Sommer hatte SP-Wissenschaftssprecher Josef Broukal vor "besonders gefährlichen Versuchen" der Unis gewarnt, die Zahl der Studienplätze zu beschränken. Nun meint er, dass "nicht jeder Student das Recht auf ein beliebiges Studium" hat.

Er sei gegen den Numerus clausus. In überlaufenen Studienrichtungen müssten die Universitäten aber auch sagen können: "Wir haben heuer nur Platz für 500 Leute, ihr kommt nächstes Jahr dran", erklärte Broukal in einem Kurier-Interview. Das sei immer noch besser, als die Studenten rauszuprüfen. Man müsse den Leuten ganz klar sagen, wo es Engpässe gebe, zu wenig Plätze und Wartezeiten.

An einer anderen Front geriet die SPÖ unter Beschuss der Grünen: SP-Chef Alfred Gusenbauer hatte sich letzte Woche für eine Einkommensgrenze beim Pflegegeld ausgesprochen. Die grüne Behindertensprecherin Theresia Haidlmayr erklärte dazu, es sei mehr und nicht weniger Selbstbestimmtheit für Menschen mit Behinderung notwendig. Die Anspruchsberechtigung mit der materiellen Notwendigkeit zu verknüpfen hieße, das Rad der Zeit zurückzudrehen. (red, APA/DER STANDARD, Printausgabe, 6.10.2003)

  • SP-Broukal:  "Nicht jeder Student hat das Recht auf ein beliebiges Studium."
    foto: derstandard.at/fercher

    SP-Broukal: "Nicht jeder Student hat das Recht auf ein beliebiges Studium."

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