Papst sprach drei "Österreicher" heilig

13. Oktober 2003, 18:56
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Daniele Comboni, Arnold Janssen und Joseph Freinademetz waren Missionare im 19. Jahrhundert

Vatikanstadt - Papst Johannes Paul II. hat am Sonntag bei einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz drei Missionare des 19. Jahrhunderts heilig gesprochen: Den Afrika-Missionar und Ordensgründer Daniele Comboni (1831-1881), den Gründer der Steyler Missionare Arnold Janssen (1837-1909) und den ladinischen China-Missionar Joseph Freinademetz (1852-1908). Jeder der drei neuen Heiligen hatte einen Österreich-Bezug. Sie gelten laut Kathpress als "große Gestalten des missionarischen Aufbruchs der katholischen Kirche im 19. Jahrhundert".

Daniele Comboni wurde in Limone sul Garda geboren, das mit der Lombardei damals noch österreichisch war, Arnold Janssen nahm die österreichische Staatsbürgerschaft an, um das Missionshaus St. Gabriel bei Mödling gründen zu können und Joseph Freinademetz stammte aus dem Südtiroler Gadertal (Alta Badia).

Schönborn, Platter, Van Staa und Durnwalter in Rom

Dementsprechend waren viele Pilger aus Österreich und Südtirol - an der Spitze Kardinal Christoph Schönborn - bei der Heiligsprechungsmesse anwesend. Auch Verteidigungsminister Günter Platter sowie der Tiroler Landeshauptmann Herwig Van Staa (V) nahmen an dem Gottesdienst teil. Südtirol wurde von Landeshauptmann Luis Durnwalder (SVP) und mehreren Schützen-Kompanien repräsentiert.

Auch aus vielen Ländern des "Südens" waren Bischöfe, Priester und Gläubige und insbesondere Mitglieder der drei Steyler Kongregationen sowie der Comboni-Missionare zur Feier nach Rom gereist. Die Dimension der Weltkirche kam u.a. bei der feierlichen Prozession mit der Heiligen Schrift vor der Lesung aus dem Evangelium zum Ausdruck, an der Gläubige aus Indonesien, Ghana, Chile und anderen Ländern teilnahmen. (APA)

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    Papst Johannes Paul II ist der Papst mit den meisten Heiligsprechungen

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