Arafat verurteilt Anschlag scharf

5. Oktober 2003, 18:24
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"Behinderung der Friedensbemühungen"

Ramallah - Palästinenserpräsident Yasser Arafat hat den Terroranschlag auf ein Restaurant in der nordisraelischen Stadt Haifa am Samstagnachmittag "scharf verurteilt". In einer von der amtlichen Nachrichtenagentur WAFA verbreiteten Erklärung hieß es, der Anschlag, zu dem sich inzwischen die militante Gruppe Islamischer Dschihad bekannte, verletze "den nationalen Konsens (der Palästinenser) in dieser heiklen Lage". Die übergeordneten Interessen der Palästinenser würden durch die Tat gefährdet. "Unser Volk wird dadurch mit Terrorismus identifiziert und die internationalen Friedensbemühungen behindert", sagte der PLO-Chef.

Beobachter gefordert

Arafat, der von Israel mit dem Zwangsexil bedroht wird, forderte die Regierung in Jerusalem auf, der Entsendung internationaler Beobachter in die Palästinensergebiete zuzustimmen, damit die palästinensischen Sicherheitskräfte ihre Aufgabe in den von Israel wiederbesetzten Gebieten übernehmen könnten.

Auch der designierte Ministerpräsident Ahmed Kureia verurteilte die Tat, die von einer 29-jährigen Rechtsanwältin aus der Stadt Dschenin begangen wurde. Nach israelischen Berichten rief Kureia den Bürgermeister von Haifa an, um ihm sein Bedauern und Mitgefühl auszusprechen. (APA/dpa)

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