Erwin Schrödinger-Preis für plastische Chirurgin und Physiker

9. Oktober 2003, 12:36
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Hildegunde Piza, Erwin Hochmair und Michael Mitterauer erhalten höchste Preise der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

Wien - Die höchsten Preise der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gehen in diesem Jahr an die plastische Chirurgin Hildegunde Piza, den Physiker Erwin Hochmair und den Historiker Michael Mitterauer. Insgesamt werden heuer elf Forscher für ihre außergewöhnlichen Leistungen mit den verschiedenen Akademie-Preisen geehrt, gab die ÖAW in einer Aussendung bekannt. Verliehen werden die Auszeichnungen am 10. Oktober.

Mit dem Erwin Schrödinger-Preis werden heuer international hervorragende Arbeiten auf dem Gebiet der Medizin gewürdigt. Dieser mit 15.000 Euro dotierte Preis wird zu gleichen Teilen an Hildegunde Piza (Universitätsklinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie der Universität Innsbruck) in Anerkennung ihrer Leistungen auf dem Gebiet der plastischen Chirurgie und an Erwin Hochmair (Institut für Angewandte Physik der Universität Innsbruck) für seine Leistungen in der interdisziplinären Erforschung der Cochlea mit dem Ziel, durch Stimulation des Nervus Acusticus ein offenes Sprachverständnis bei tauben Menschen zu erreichen, vergeben.

Wilhelm Hartel-Preis für Sozialhistoriker

Der zweite der beiden großen ÖAW-Preise, der Wilhelm Hartel-Preis, wird dem Wirtschafts- und Sozialhistoriker Michael Mitterauer vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien für sein Lebenswerk verliehen. Michael Mitterauer hat im Bereich der historisch-anthropologischen Familienforschung, der Alltagsgeschichte und kulturwissenschaftlichen Gedächtnisforschung richtungsweisende Arbeiten verfasst, begründet die ÖAW die Zuerkennung des Preises.

Den Jubiläumspreis des Böhlau-Verlags (2.500 Euro) teilen sich Jonas Flöter für ausführliche Studien mit den Verfassungsreformen in der Epoche des Deutschen Bundes und Günther Windhager für Arbeiten zum Leben des kulturellen Grenzgängers Leopold Weiss/Muhammad Asad. Den Figdor-Preis für Sprach- und Literaturwissenschaften (3.700 Euro) erhält Anita Traninger für ihre literaturwissenschaftliche Analyse der rhetorischen Ars Lulliana, der Figdor-Preis für Rechts-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften (3.700 Euro) geht an Alexia Fürnkranz-Prskawetz die empirische Erforschung demographischer Faktoren.

Preis für Quanten-Teleportation

Den Erich Schmid-Preis erhält Jian-Wei Pan für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Quanten-Teleportation, der Felix Kuschenitz-Preis geht an Norbert Müller für seine hervorragenden Arbeiten in der Kernresonanzspektroskopie von Biomolekülen. Für die paläontologische Erforschung der Hipparionen wird Wolfgang Raba mit Erich Thenius-Stipendium und für seine Arbeiten in der Krebsforschung Christoph Lengauer mit dem Alois Sonnleitner-Preis gewürdigt. Diese Auszeichnungen im Bereich Naturwissenschaft sind mit jeweils 3.700 Euro dotiert. (APA)

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    Die plastische Chirurgin Hildegunde Piza erhält - gemeinsam mit dem Physiker Erwin Hochmair - den Erwin-Schrödinger-Preis der Akademie der Wissenschaften.

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