Wieder ein Soldat bei Anschlag getötet

5. Oktober 2003, 16:50
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US-Patrouille in Bagdad angegriffen - Ein Toter - Keine Verletzten bei drei weiteren Attentaten in Kirkuk

Bagdad/Kirkuk - Bei einem erneuten Anschlag auf eine US-Patrouille sind nach US-Militärangaben in Bagdad ein Soldat getötet und ein weiterer verletzt worden. Wie ein Militärsprecher am Samstag in Bagdad weiter mitteilte, fand der Angriff am späten Freitagabend statt. Damit stieg die Zahl der nach Einstellung der Hauptkampfhandlungen am 1. Mai im Irak getöteten US-Soldaten auf mindestens 85.

Keine Verletzten bei Attentaten in Kirkuk

Ebenfalls am Freitagabend wurden in der nordirakischen Stadt Kirkuk drei Anschläge auf die Polizei und die Koalitionskräfte verübt. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte ein Vertreter der irakischen Polizei. Gegen 22.00 Uhr abends Ortszeit wurde eine Granate auf das Haus des örtlichen Polizeichefs gefeuert, das zum Zeitpunkt des Angriffs leer war. Zehn Minuten später habe ein Unbekannter eine Granate auf das Restaurant el Rashid geworfen, in dem zahlreiche US-Soldaten einkehren.

Bewaffnete Männer griffen Polizeiwache an

Den Angaben zufolge griffen zudem bewaffnete Männer die Polizeiwache im Viertel el Mikdad an. Dabei hätten sich Angreifer und Sicherheitskräfte ein zehnminütiges Feuergefecht geliefert; die Bewaffneten seien dann entflohen. Die US-Armee kommentierte die Angaben nicht.

Dritte Nacht der Gewalt in Folge

Es war die dritte Nacht der Gewalt in Folge in der Ölstadt. Am Donnerstag waren nach US-Militärangaben zwei Iraker bei einer Explosion getötet worden; die irakische Zivilverteidigung sprach von einem Doppel-Selbstmordanschlag. Am Mittwoch waren zwei Bomben auf ein Arbeitsamt in der Nähe von US-genutzten Häusern geworfen worden. Dabei wurde niemand verletzt. (APA)

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    Die Sicherheitslage im Irak bleibt prekär: Am Freitagabend wurde ein weiterer US-Soldat getötet. Bei drei weiteren Anschlägen in Kirkuk wurde jedoch niemand verletzt. Im Bild eine Wache mit Kalaschnikov vor einem betenden Iraker.

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