Samstag Mittag heulten die Sirenen

5. Oktober 2003, 19:46
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Zivilschutz-Probealarm in Österreich durchgeführt - 95,59 Prozent der Sirenen gaben "Laut"

Wien - In Österreich fand heute der jährliche bundesweite Zivilschutz-Probealarm statt, bei dem um 12 Uhr gleichzeitig mehr als 7.800 Sirenen getestet werden. Die seit 1998 an jedem ersten Samstag im Oktober angesetzte Alarmierung dient einerseits der Überprüfung der technischen Einrichtungen, andererseits soll die Bevölkerung mit der Bedeutung der Warnsignale vertraut gemacht werden.

Um 12 Uhr heulten alle Sirenen 15 Sekunden lang. Um 12.15 folgte ein drei Minuten langer Dauerton - das Signal für "Warnung". Das Zeichen für "Alarm", ein eine Minute auf- und abschwellender Heulton, wurde um 12.30 geprobt. Und um 12.45 gab man mit einem einminütigen Dauerton "Entwarnung".

95,59 Prozent der Sirenen heulten

Das Ergebnis des Tests ist das bisher beste: 95,59 Prozent der 7.853 Sirenen gaben "Laut", im Vorjahr waren nur 94,26 Prozent "bei Stimme". Dies gab der Leiter der Abteilung Staatliches Krisenmanagement, Zivilschutz und Flugpolizei im Innenministerium, Oberstleutnant Gerhard Sulz, bekannt. In Wien funktionierten nur drei der 161 überprüften Sirenen nicht oder nur mangelhaft.

Österreich hat als eines der wenigen Länder in Europa sowohl ein flächendeckendes Sirenenwarnsystem als auch eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit über die Bundeswarnzentrale im Innenministerium. Diese Einrichtung ist für das von Bund und Ländern gemeinsam zu betreibende Warn- und Alarmsystem verantwortlich und zugleich Kontaktstelle für Katastrophen- und Krisenfälle im Ausland, erklärte der Leiter der Abteilung Staatliches Krisenmanagement, Zivilschutz und Flugpolizei im Innenministerium, Oberstleutnant Gerhard Sulz. (APA)

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