Rad: "Habe das stärkste Team der Welt"

9. Oktober 2003, 10:31
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Ullrich kassiert bei T-Mobile acht Millionen - Salzburg erhielt Zuschlag für Titelkämpfe 2006

Bonn - Jan Ullrich hat sich nach neun Monaten Trennung bei Telekom zurückgemeldet und wurde am Montag in der Zentrale des Tochterunternehmens T-Mobile in Bonn empfangen. "Ich habe jetzt das stärkste Team der Welt", meinte Ullrich. Er fühlt sich gewappnet, den fünffachen Seriensieger Lance Armstrong bei der Tour de France im kommenden Jahr im vierten Anlauf vom Thron zu stoßen.

Ullrich unterschrieb bei T-Mobile einen Drei-Jahres-Vertrag, der ihm insgesamt rund acht Millionen Euro einbringen dürfte. Darüber hinaus wurde dem 29-jährigen Olympiasieger nach seiner Karriere als Profi eine weitere Bindung an das Unternehmen als Repräsentant angeboten. Ullrich versprach, "nicht mehr mit meiner Zukunft zu spielen".

Am Dienstag fliegt der Deutsche für eine Woche nach Kasachstan zu seinem Freund und Team-Kollegen Alexander Winokurow, wo er ein Benefiz-Rennen für den verstorbenen Andrej Kiwilew bestreitet.

WM ohne Wrolich

Peter Wrolich hat wegen einer Stirnhöhlenentzündung seinen Start bei den Weltmeisterschaften in Hamilton abgesagt. "Der Rückflug von Paris-Tours war nicht gerade förderlich für meine Gesundheit. Mein Arzt hat mir bis Samstag Antibiotika verschrieben und empfohlen, die Flugreise nach Hamilton nicht anzutreten. Es hätte wenig Sinn, mit solchen Aussichten in Kanada zu starten", erklärte der Kärntner am Montag. Ob er bei der Lombardei- und Piemontrundfahrt an den Start gehen wird, entscheidet er nächste Woche.

Zuschlag für Salzburg

Die Titelkämpfe 2006 werden nach 19 Jahren (Villach) wieder in Österreich stattfinden. Salzburg erhielt am Montag in Hamilton bei der Vergabe gleich im ersten Anlauf den Zuschlag durch das 15-köpfige Management-Komitee des Weltverbandes (UCI) und setzte sich damit gegen Luzern durch. Der Österreichische Radsportverband (ÖRV) hatte sich zuvor mit Kärnten vier Mal vergeblich beworben, zuletzt im Jahr 1999 für die WM 2002.

Rudolf Massak, Generalsekretär des Österreichischen Radsport Verbandes meinte in einer ersten Reaktion: "Die Entscheidung ist ein Riesenerfolg für den Verband. Jetzt fängt die Arbeit aber erst richtig an. Wir werden uns im Herbst zusammensetzen und einen Dreijahresplan für die Jugendarbeit aufzustellen. Denn wir wollen nicht nur als Organisationsmeister glänzen, wir wollen auch konkurrenzfähige Teams in die Rennen schicken."(APA/sid/red)

  • Rad-Profi Jan Ullrich (r) und der Team Manager des Teams Telekom Walter Godefroot (l) blicken in die Kameras der Fotografen.

    Rad-Profi Jan Ullrich (r) und der Team Manager des Teams Telekom Walter Godefroot (l) blicken in die Kameras der Fotografen.

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