Hollywood-Prominente und Frauengruppen gegen Arnie

5. Oktober 2003, 14:51
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Streisand, Brosnan und Schwarzenegger-Filmverleiher Meyer gegen Abwahl Davis - Frauengruppen schalten TV-Kampagne gegen Schwarzenegger

Los Angeles - Dutzende Hollywood-Größen haben dem kalifornischen Gouverneur Gray Davis in einer ganzseitigen Anzeige im Fachblatt "Variety" ihre Unterstützung bekundet. Schauspieler wie Richard Dreyfuss, Danny Glover, Barbra Streisand, Larry David, Cybill Shepherd und Pierce Brosnan riefen die Leser dazu auf, die für Dienstag angesetzte Abwahl Davis' zu verhindern. "Macht mit", heißt es in der Anzeige von 46 Schauspielern, Produzenten, Drehbuchautoren und Studiochefs. "Stimmt bei der Abwahl mit nein."

In der Anzeige namentlich erwähnt werden auch Amy Pascal, der Vorsitzende von Sony Columbia Pictures, und Ron Meyer, Präsident von Vivendi Universal Entertainment, in deren Verleih mehrere Filme von Arnold Schwarzenegger liefen. Schwarzenegger kandidiert als einer der republikanischen Kandidaten für das Amt des Gouverneurs. Davis gehört der demokratischen Partei an.

"Wenn Arnold gewinnt, verlieren die Frauen Kaliforniens"

Unter dem Slogan "Wenn Arnold gewinnt, verlieren die Frauen Kaliforniens" haben Frauengruppen in dem US-Bundesstaat eine Fernsehkampagne gegen den Gouverneurskandidaten Arnold Schwarzenegger geschaltet.

Vertreterinnen von ein halbes Dutzend Gruppen zeigten sich am Freitag empört über die Entschuldigung des Hollywood-Stars nach Vorwürfen, er habe mehrere Frauen sexuell belästigt. "Das war keine Entschuldigung. Die 'Jungs-sind-eben-Jungs'-Haltung ist inakzeptabel. Frauen durchschauen so etwas", sagte eine Sprecherin des Feminist Majority Political Action Comittee auf einer Pressekonferenz. Auf Zeitungsberichte von Frauen, die sich von ihm sexuell belästigt fühlten, hatte der Schauspieler zuvor mit einer Entschuldigung reagiert: "Ich habe mich manchmal daneben benommen, und es ist wahr, dass ich bei Dreharbeiten ein Rowdy war", sagte Schwarzenegger. Sein Verhalten sei damals spielerisch gemeint gewesen, doch er habe inzwischen eingesehen, dass er damit Menschen verletzt habe.

Anti-Schwarzenegger-Spot

Vor der Wahl um das Gouverneursamt von Kalifornien am Dienstag liegt Schwarzenegger in Umfragen klar vorn. Um seine Wahl zu verhindern, will eine Frauengruppe in dem US-Bundesstaat am Sonntag und Montag einen Anti-Schwarzenegger-Spot ausstrahlen lassen. Darin wird ein Ausschnitt aus dem Film "Terminator 3" gezeigt, in der Schwarzenegger den Kopf seiner Gegenspielerin in eine Toilettenschüssel rammt. In dem Spot heißt es: "Wenn du eine Frau bist, oder deine Mutter eine Frau ist, oder deine Ehefrau oder deine Schwester oder deine Tochter, oder wenn du eine Kollegin hast, dann kannst du nicht für diesen Mann stimmen". (APA)

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