Vergewaltigung: Max Factor Erbe muss für Opfer zahlen

7. Oktober 2003, 10:48
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Andrew Luster zahlt Entschädigung in Millionenhöhe - 87 Vergehen, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Betäubung

Los Angeles - Der wegen Vergewaltigung inhaftierte Andrew Luster, Urenkel des Kosmetik-Magnaten Max Factor, muss einem Opfer eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen. Nach US-Medienberichten vom Freitag verurteilte ein kalifornisches Gericht den 39-Jährigen zur Zahlung von über 20 Millionen Dollar (17,1 Mill. Euro) Strafe. Die Klägerin in dem Zivilverfahren ist eine von drei Frauen, an denen sich Luster sexuell vergangen hatte.

Von Kopfgeljägern aufgespürt

Luster, der wegen 87 Vergehen, darunter Vergewaltigung, Körperverletzung und Betäubung, vor Gericht stand, wurde im Februar in Abwesenheit zu 124 Jahren Haft verurteilt. Einen Monat zuvor war der Multimillionär aus Kalifornien geflüchtet. Kopfgeldjäger spürten ihn dann im Mexiko auf und lieferten ihn an die amerikanische Polizei aus.

Die Klägerin sagte den Medienberichten zufolge vor dem Zivilgericht aus, Luster habe sie betäubt und sich ohne ihr Wissen an ihr vergangen. Ähnliche Beschuldigungen hatten auch die beiden anderen Frauen erhoben. Videoaufnahmen, die in seinem kalifornischen Strandhaus gefunden wurden, belegten die Aussagen der Klägerinnen. Einer von ihnen war in diesem Jahr bereits eine Entschädigung in Höhe von 19 Millionen Dollar (16,3 Mill. Euro) zugesprochen worden. Ein drittes Verfahren gegen Luster ist noch anhängig. (APA/dpa)

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    Andrew Luster muss an seine Opfer hohe Summen zahlen

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