Iran sieht Optimismus auf beiden Seiten nach Atomgesprächen

5. Oktober 2003, 20:20
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"Verhandlungen zur vollen Zufriedenheit" - Powell: "Ermutigende Signale"

Teheran - Nach Gesprächen zwischen Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEO) und dem Iran sehen beide Seiten nach iranischen Angaben Grund zum Optimismus. Die Inspektoren sollen sicherstellen, dass das Land nicht den Bau von Atomwaffen anstrebt.

"Die Verhandlungen gingen zur vollen Zufriedenheit und mit Optimismus auf beiden Seiten zu Ende", sagte der IAEO-Vertreter des Iran, Ali Akbar Salehi, am Samstag. Im amtlichen iranischen Fernsehen wurde er dagegen mit den Worten zitiert, es gebe weiterhin Unklarheiten. Einzelheiten wurden nicht genannt.

"USA nicht auf Konfrontation aus"

US-Außenminister Colin Powell hat im Zusammenhang mit der Zusage des iranischen Präsidenten Mohammad Chatami zur Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) von "ermutigenden Signalen" gesprochen. In einem Interview mit der "Washington Post" sagte Powell, die USA seien nicht auf eine "Konfrontation oder Krise" mit Teheran aus. Die Regierung von US-Präsident George W. Bush benötige aber die "absolute Gewissheit", dass der Iran nicht unter dem Deckmantel der zivilen Nuklearnutzung an der Herstellung von Atomwaffen arbeite.

Der Iran muss der IAEO bis zum 31. Oktober nachweisen, dass er nicht ein Atomwaffen-Programm betreibt. Die Inspektoren hatten am Donnerstag Gespräche mit der Regierung über die geplanten Kontrollen aufgenommen. Entgegen der Forderung der IAEO will der Iran den Inspektoren dabei nur einen begrenzten Zugang zu seinen Atomanlagen einräumen. Die USA werfen der Islamischen Republik vor, nach Atomwaffen zu streben. Die Führung des Landes hat dies zurückgewiesen und spricht von einer rein zivilen Nutzung der Atomenergie. (APA/Reuters)

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