Sicherheitslücken bringen Microsoft vor Gericht

13. Oktober 2003, 10:47
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Vorwurf: Softwarehersteller begünstigt durch seine Geschäftspraktiken die Verbreitung von Viren und erleichtere Angriffe

Einer kalifornische Rechtsanwältin hat Klage gegen Microsoft wegen Sicherheitslücken in dessen Software eingebracht. Der konkrete Vorwurf lautet, dass die Redmonder durch ihre Geschäftspraktiken und ihre monopolartige Stellung die Verbreitung von Viren und Würmern fördert, sowie andere Angriffe auf die IT-Infrastruktur erleichtert-

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Außerdem wird kritisiert, dass die Informationspolitik der Redmonder mangelhaft sei, die Security Bulletins für "normale" ComputerbenutzerInnen unverständlich. Die Klage zielt dabei auf zwei kalifornische KonsumentInnenschutzgesetze ab, die die Privatsphäre schützen sollen. Demnach stellen die Unzulänglickeiten im Sicherheitsbereich bei Microsoft eine unfaire Geschäftspraktik dar, ebenso zwinge das Quasi-Monopol der Redmonder zahlreiche UserInnen zum Einsatz von Microsoft-Produkten.

Muster

Finden sich noch MitklägerInnen, könnte aus dem Verfahren eine Sammelklage werden, die richtungsweisend für die Frage der Herstellerhaftung sein könnten. Eine Stellungnahme von Microsoft zu dem Verfahren gibt es vorerst nicht. (apo)

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