OÖ: Grüne wollen "deutliche Kurskorrektur" von ÖVP und SPÖ erreichen

3. Oktober 2003, 20:02
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Spitzenkandidat Anschober präsentiert Inhalte für Regierungsverhandlungen

Linz - Die oberösterreichischen Grünen präsentierten am Freitag die Inhalte, mit denen sie in die Regierungsverhandlungen in der kommenden Woche gehen wollen. Spitzenkandidat Rudi Anschober dazu: "Wir werden mit sehr präzisen Detailvorschlägen in die Verhandlungen gehen, die sowohl für die ÖVP als auch für die SPÖ eine deutliche politische Kurskorrektur notwendig machen würden".

Ausbau des Umweltressorts gefordert

Die Grünen fordern einen Ausbau des Umweltressorts - Rudi Anschober strebt ja die Funktion des Umwelt-Landesrates an - und eine Erweiterung um die Kompetenzen Wasserbau, Energiewirtschaft und Klimaschutz sowie Antiatompolitik. Weiters treten die Grünen für einen "massiven Ausbau der Ökoenergie" sowie eine "Klimaschutzoffensive" für Oberösterreich und die Forcierung der Biolandwirtschaft ein.

Ebenso müsse ein Maßnahmenpaket für die schrittweise Verlagerung des Transitverkehrs auf die Schiene und für den Ausbau des öffentlichen Verkehrs geschnürt werden. Oberösterreich müsse aber auch zur "Drehscheibe für den internationalen Atomausstieg" werden, fordert Anschober.

Umwelt-Investitionsprogramm

Aus der Sicht der Grünen müsse auch ein Umwelt-Investitionsprogramm in Oberösterreich realisiert werden, durch das Tausende neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

Weitere Schwerpunkte in dem Forderungspaket der Grünen: Umsetzung der Gleichberechtigung der Frauen, ein Konzept für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf inklusive dem Ausbau des Kinderbetreuungsangebots sowie der Abbau von Barrieren für Menschen mit Behinderungen.

Nicht zuletzt gehe es, so Anschober, auch um eine "Kulturoffensive" für Oberösterreich sowie um Demokratiereform, wobei letztere vor allem zu mehr Transparenz bei Förderungen, zu mehr Objektivierung und zu einer verstärkten Bürgerbeteiligung führen müsse, meinen die Grünen. (APA)

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