Wirtschaft ist 2002 stärker als erwartet gewachsen

3. Oktober 2003, 13:30
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Realer BIP-Anstieg mit 1,4 Prozent über EU-Durchschnitt - Export war erneut Konjunkturmotor

Wien - Österreichs Wirtschaft ist im vergangenen Jahr stärker gewachsen als bisher angenommen. Nach Berechnungen der Statistik Austria stieg das Bruttoinlandsprodukt real um 1,4 Prozent statt um 1,1 Prozent, wie es in der jüngsten Prognoserevision des Wirtschaftsforschungsinstitutes (Wifo ) und des Institutes für Höhere Studien (IHS) vor einer Woche noch geheißen hatte. Die Dynamik resultiere aus einem unerwartet deutlichen Exportzuwachs, heißt es in einer Pressemitteilung der österreichischen Behörde. Nominell legte das BIP um 2,7 Prozent auf 218, 3 Mrd. Euro zu.

Damit lag das reale Wachstum im internationalen Vergleich über dem Durchschnitt der EU-Mitgliedsländer (+1,0 Prozent) und knapp unter dem OECD-Durchschnitt (+ 1,6 Prozent).

Export als Wachstumsmotor

Der Export von Waren und Dienstleistungen war 2002 erneut Wachstumsmotor der heimischen Wirtschaft. Die Dynamik bei den Ausfuhren habe sich zwar verlangsamt. Der reale Exportanstieg von 3,7 Prozent ist laut Statistik Austria deutlich höher ausgefallen als erwartet. Dies sei vor allem auf die gesteigerten Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa zurückzuführen.

Die markantesten Zuwächse auf der Entstehungsseite des BIP kamen von der Land- und Forstwirtschaft (real + 5,7 Prozent), der Energie- und Wasserversorgung (real + 5,3 Prozent) sowie dem Beherbergungs- und Gaststättenwesen (real +2,4 Prozent). Das Bauwesen konnte sich gegenüber dem Vorjahr leicht erholen (real -0,5 Prozent).

Die Inlandsnachfrage entwickelte sich weiterhin schwach. Die Kauflust der Österreicherinnen und Österreicher verbesserte sich zwar real um 0,7 Prozent. Wachstumsimpulse gingen vom privaten Konsum im Gegensatz zu den Vorjahren nicht aus. (APA)

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