Kathpress: Europarat gegen Forschung an "überzähligen" Embryonen

8. Oktober 2003, 11:17
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Förderung für Forschung an menschlichen Stammzellen

Straßburg - Der Europarat hat ein Verbot der Forschung an sogenannten "überzähligen" Embryonen aus künstlicher Fortpflanzung gefordert. Die Tötung von Embryonen zu Forschungszwecken stehe im Gegensatz zum Recht auf Leben und zum moralischen Verbot der Instrumentalisierung menschlichen Lebens, heißt es laut Kathpress-Meldung vom Freitag in einer in Straßburg verabschiedeten Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.

Gefördert werden solle dagegen die Forschung an menschlichen Stammzellen, forderten die Abgeordneten. Aber auch dabei müsse das menschliche Leben in allen Stadien seiner Entwicklung respektiert werden. Die Stammzellenforschung müsse genehmigungspflichtig sein und streng kontrolliert werden. Die Abgeordneten forderten die Mitgliedsstaaten des Europarates auf, die europäische Bioethik-Konvention zu unterzeichnen und zu ratifizieren. Das Dokument verbietet ausdrücklich die Schaffung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken. Es stellt es jedoch ins Ermessen der Mitgliedsstaaten des Europarates, ob sie die Verwendung "überzähliger" Embryonen für die Forschung zulassen. (APA)

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