Datendienste pushen Mobilfunk-Umsätze

19. Oktober 2003, 08:53
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WLAN wird kurzfristig UMTS-Alternative

Datendienste werden die Wachstumsträger schlechthin für den Mobilfunk bis ins Jahr 2007 sein. Das Baseler Prognos-Institut erwartet für diesen Zeitraum eine jährliche Steigerung des Mobilfunk-Marktes in Deutschland um fünf Prozent, in der Schweiz und in Österreich um vier Prozent. Dabei werden die Datendienste überdurchschnittlich zulegen, teilte Prognos mit.

Wachstum

Die Datendienste haben im Vorjahr in Österreich rund sechs Prozent, in der Schweiz elf Prozent und in Deutschland 15 Prozent der Umsätze der Mobilfunkprovider ausgemacht. Bis zum Jahr 2007 soll ihr Anteil am Gesamtumsatz in Österreich auf 20 Prozent, in der Schweiz auf 24 Prozent und in Deutschland auf 30 Prozent steigen. Auch wenn Österreich damit in dieser Sparte am stärksten wächst, bleibt der "Niveauunterschied" zu den beiden anderen Ländern bestehen. Innerhalb der Datendienste bleibt der SMS-Bereich auch in den nächsten Jahren der wesentliche Umsatzträger.

Prognos(e)

Bezüglich der Mobilfunk-Technologie erwartet Prognos, dass UMTS im kommenden Jahr marktrelevant wird, sich aber erst nach 2006 zum Standard entwickeln wird. UMTS-Dienste würden zunächst als Premium-Angebot bzw. als Performance-Turbo für mittels GPRS entwickelte Dienste und Applikationen platziert werden. Als Alternative für die breitbandige Datenübertragung für nomadische Nutzer werden einstweilen öffentlich zugängliche Wireless-LANs zur Versorgung von Hotspots wie Hotels, Flughäfen und Gastronomiebetrieben aufgebaut. Diese Hotspots bilden nach Meinung von Prognos kurzfristig ein Konkurrenzpotenzial für UMTS, so dass sich die große Mehrheit der Provider auch bei WLAN engagiere. (pte)

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