Amon will ÖAAB "sichtbarer nach außen" machen

3. Oktober 2003, 17:56
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Designierter Generalsekretär definiert neue Zielgruppe: Leistungsorientierte Arbeitnehmer speziell im mittleren Management

Wien - Der designierte ÖAAB-Generalsekretär will den ÖVP-Arbeitnehmerbund "sichtbarer nach außen" zu machen. Im Radio-Morgenjournal des ORF sagte Amon, der scheidende Obmann Werner Fasslbend war "sicher nicht der laute Obmann, der nach außen polternd aufgetreten ist". Inhaltlich gehe es ihm um Fragen wie die Lebensarbeitszeit, also auch eine Sabbatical-Möglichkeit. Außerdem sollten lange Bildungskarenzen und flexible Betriebskindergärten diskutiert werden.

In der "Presse" meint Amon, der ÖAAB müsse sich als moderne Arbeitnehmervertretung positionieren. Junge leistungsorientierte Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft, speziell im mittleren Management, sollten dabei eine neue Zielgruppe des ÖAAB werden. Mit dem designierten neuen Obmann Fritz Neugebauer erhalte der ÖAAB jedenfalls ein "politisches Schwergewicht".

Im "Standard" forderte Amon, bei Reformen das Tempo herauszunehmen. Der ÖAAB sollte eine starke Sozialstimme sein. Getrade aus den dürftigen Wahlergebnisse in Obrösterreich und Tirol, die Amon als "Wink mit dem Zaunpfahl" bezeichnete, müsse man den Schluss ziehen, dass "die Dinge grundsätzlicher beraten" werden, "um die Menschen bei Reformen mitnehmen zu können". Das sei der ÖVP nicht optimal gelungen. "Wir dürfen die Menschen mit ihren Problemen und Ängsten nicht allein lassen".(APA)

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