Appell an Nahost-Quartett

4. Oktober 2003, 20:06
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Arafat: Weiterbau des Sicherheitszauns soll gestoppt werden - Korei verschiebt erneut Bekanntgabe seines Kabinetts

Ramallah/Gaza - Palästinenserpräsident Yasser Arafat hat am Donnerstag das Nahost-Quartett aufgefordert, sobald als möglich in den Nahost-Friedensprozess einzugreifen. Die USA, die Europäische Union, Russland und die Vereinten Nationen sollten Israel dazu drängen, den Weiterbau des "Sicherheitszauns" zwischen Israel und dem palästinensischen Westjordanland zu stoppen, sagte Arafat am Donnerstag vor Journalisten in seinem Hauptquartier in Ramallah im Westjordanland.

Das Nahost-Quartett und die Arabische Liga sowie alle anderen Staaten der Welt sollten die Zerstörung des Nahost-Friedensprozesses aufhalten, verlangte Arafat. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat sagte, die Autonomiebehörde habe das Nahost-Quartett auch schriftlich aufgefordert, den Weiterbau der israelischen Sicherheitsanlagen zu verhindern.

Die radikal-islamische Hamas-Organisation warnte Israel vor dem Weiterbau des Sicherheitswalls. Der "Zaun" würde Israel nie vor Hamas-Anschlägen schützen, hieß es in einer Stellungnahme der Organisation.

Korei verschiebt Bekanntgabe seines Kabinetts

Der designierte palästinensische Regierungschef Ahmed Korei (Abu Ala) verschob am Donnerstag erneut die Vorstellung seines Kabinetts. Korei werde seine Regierungsmannschaft "nicht vor Mittwoch" kommender Woche vorstellen, hieß es aus dem Umfeld des designierten Regierungschefs. Am Mittwoch hatte er angekündigt, sein Kabinett am Sonntag oder Montag dem palästinensischen Parlament in Ramallah vorstellen zu wollen. Ein Abgeordneter sagte, für Dienstag sei ein Treffen der Abgeordneten der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Arafat in dessen Anwesenheit geplant. Bei dem Treffen solle der Termin für die Zusammenkunft des Parlaments entschieden werden. (APA/dpa/AFP)

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