US-Richterin verbietet Forderung nach Todesstrafe für Moussaoui

5. Oktober 2003, 14:27
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Anklage gegen terrorverdächtigen Franzosen jedoch nicht fallengelassen

Washington - Im Prozess gegen den in den USA wegen der Anschläge vom 11. September angeklagten Franzosen Zacarias Moussaoui darf die Anklage nicht die Todesstrafe beantragen. Die zuständige Richterin Leonie Brinkema am Bezirksgericht von Alexandria im US-Bundesstaat Virginia untersagte der Anklage am Donnerstag zudem, Beweismaterial dafür vorzulegen, dass Moussaoui in die Anschläge verwickelt war.

Anklage aufrecht

Die Richterin ließ die Anklage gegen den marokkanisch-stämmigen Franzosen jedoch nicht fallen, wie von den Anwälten Moussaouis gefordert. In einer Erklärung des Gerichts hieß es, die Entscheidung werde wirksam, sobald die US-Regierung über eine mögliche Berufung entschieden habe.

Die US-Justiz beschuldigt Moussaoui, als 20. Luftpirat bei den Anschlägen des 11. September eingeplant gewesen zu sein. Der marokkanisch-stämmige Franzose war einen Monat vor den Anschlägen festgenommen worden, nachdem er an einer Pilotenschule im US-Bundesstaat Minnesota aufgefallen war. Er ist der einzige Angeklagte in den USA im Zusammenhang mit den Anschlägen. (APA)

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    Die US-Justiz beschuldigt Moussaoui, als 20. Luftpirat bei den Anschlägen des 11. September eingeplant gewesen zu sein

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