Zufahrtstraße zum ehemaligen KZ Buchenwald wird renoviert

5. Oktober 2003, 16:00
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Die "Blutstraße" wurde 1939 vor allem durch jüdische Häftlinge in Zwangsarbeit gebaut

Weimar - Die denkmalgeschützte Zufahrtstraße zum ehemaligen KZ Buchenwald bei Weimar wird renoviert. Am 1. Dezember beginnen die Arbeiten an einem 1,9 Kilometer langen Abschnitt, erklärte die Stadt diese Woche. Weimar habe trotz Haushalts-Sperre eine Möglichkeit gefunden, die "Blutstraße" zu reparieren. Thüringen übernehme zwei Drittel der Kosten von 1,2 Millionen Euro. Weimars Anteil werde vom Arbeitsamt finanziert. Hinzu kommen Gelder des Landesamtes für Denkmalschutz.

Die Zufahrt wird "Blutstraße" genannt, weil sie 1939 vor allem durch jüdische Häftlinge in Zwangsarbeit gebaut wurde. Die meisten der jährlich 600.000 Besucher der KZ-Gedenkstätte kommen über die historische Zufahrt. Monatelang drohte eine Sperrung der Zufahrt, weil die Schäden immer schlimmer wurden und kein Geld zur Sanierung vorhanden war.

Die etwa 3,5 Kilometer lange Betonstraße sollte aus Denkmalgründen eigentlich saniert werden. Dies sei jedoch nicht zu bezahlen, erklärte die Stadt. Als Kompromiss wird auf den 1,9 Kilometer langen Abschnitt eine Bitumendecke aufgebracht, unter der die Originalsubstanz erhalten bleibt. Ein 300 Meter-Abschnitt bleibt im Original erhalten und wird mit Denkmal-Geldern rekonstruiert. (APA/dpa)

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    Die "Blutstraße" zum ehemaligen KZ Buchenwald bei Weimar (im Bild der Haupteingang) wird renoviert.

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