Seuchenzentrum bis 2005 geplant

12. Oktober 2003, 19:56
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Salzburg - Mit der Frage, wie sich Europa vor Sars schützen kann, sollte es zu einer neuerlichen Welle in Asien kommen, befassten sich am Donnerstag die Teilnehmer des 6. European Health Forum Gastein. Im Vorjahr habe die Zusammenarbeit der einzelnen EU-Staaten zu wenig Schutz für die Bürger gebracht, kritisierte Georgios Gouvras, der in der Europäischen Kommission für die Bekämpfung von Gesundheitsbedrohungen wie Seuchen oder Bioterror zuständig ist.

"Die EU will jetzt schrittweise die internationale Zusammenarbeit zwischen den Staaten erhöhen, damit effizienter beim Ausbruch neuer Seuchen reagiert werden kann", so Gouvras. Beim letzten Gesundheitsrat sei ein Aktionsplan entworfen worden, der bereits gültig sei. Damit verfüge die EU nun über ein System, um die Reaktionen auf Seuchen zumindest europaweit koordinieren zu können. Bis 2005 wolle die Kommission ein Europäisches Zentrum für Prävention und Bekämpfung von Seuchen errichten, das ECDN (European communicable disease network). Hauptaufgaben des Zentrums seien die epidemiologische Überwachung, Laborvernetzung, Frühwarnung und wissenschaftliche Beratung. (APA)

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