Allerletzter Berufungsversuch gescheitert

5. Oktober 2003, 21:37
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Schwerkranke Posträuberlegende Ronnie Biggs soll noch 28 Jahre Strafe absitzen

London - Der britische Posträuber Ronnie Biggs (73) ist am Donnerstag mit seinem allerletzten rechtlich möglichen Versuch gescheitert, vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen zu werden.

Das Oberste Zivilgericht, der High Court, lehnte den Antrag von Biggs ab, seinen Fall erneut zur Anhörung vor dem höchsten Berufungsgericht, dem Appeal Court, zuzulassen. Der nach mehreren Schlaganfällen teilweise gelähmte Biggs sitzt im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh ein. Er hat noch 28 Jahre seiner Haftstraße zu verbüßen.

36 Jahre auf der Flucht

Biggs hatte sich nach 36 Jahren auf der Flucht in Brasilien im Mai 2001 gestellt und kehrte freiwillig nach Großbritannien zurück. Die britischen Justizbehörden bestanden aber darauf, dass er seine 1963 verhängte Haftstrafe von 30 Jahren absitzen muss. Biggs war damals kurz nach seiner Verurteilung aus einem Londoner Gefängnis ausgebrochen.

Überfall auf den Post-Nachtzug

Bei einem dreisten Überfall auf den Post-Nachtzug von Glasgow nach London hatten Biggs und seine Komplizen im August 1963 mehr als 2,6 Millionen Pfund erbeutet - was einem heutigen Betrag von etwa 80 Millionen Euro entsprechen würde. Biggs hatte seinen Antrag auf erneute Überprüfung seines Urteils unter anderem damit begründet, dass seine Komplizen zu wesentlich geringeren Strafen verurteilt wurden und schon lange nicht mehr im Gefängnis sitzen. (APA)

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    Ronald Biggs war einer der meist-gesuchtesten Gesichter Großbritanniens

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    Ein gebrochener, teilweise gelähmter Ronald Bigs sitzt im Londoner Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh seine hohe Strafe ab

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