Immer mehr schlittern in die Pleite

6. Oktober 2003, 17:36
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Die Zahl der Insolvenzen ist in den ersten neun Monaten um 6,1 Prozent gestiegen

Wien - Der Insolvenzpegel in Österreich steigt. In den ersten neun Monaten 2003 lag die Gesamtzahl der Insolvenzen (Firmen und Private) mit 7.288 Fällen um 6,1 Prozent über dem Vorjahreswert, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Donnerstag mit. Die Gesamtpassiva sanken dagegen bis September von zuvor 2,87 auf 2,36 Mrd. Euro.

Von den Gesamtinsolvenzen entfielen 3.211 Fälle oder 44,1 Prozent auf Private und 4.077 Fälle oder 55,9 Prozent auf Unternehmen.

Baubranche Spitzenreiter

Spitzenreiter der Branchenstatistik waren erneut das Bauhaupt- und Nebengewerbe, Gaststätten und Hotellerie sowie Transportunternehmen. Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze lag nach den ersten drei Quartalen mit 23.237 (nach 23.977) etwas niedriger als in der Vorjahresperiode.

Für Ausgleichsverfahren meldet der AKV einen Anstieg um 17,4 Prozent auf 101 Fälle. Bei Konkursverfahren war eine Steigerung von 6,9 Prozent auf 4.773 Fälle zu verzeichnen. Mangels Vermögen wurden in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 2.414 Konkursanträge abgewiesen, um gut 4 Prozent mehr als im Vorjahr. (APA)

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