Streiks legen Griechenland lahm

3. Oktober 2003, 15:38
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Regierung unter Druck - Öffentlicher Dienst will durch Proteste Anhebung der Löhne und Gehälter erreichen

Athen - In Griechenland haben Arbeiter und Beschäftigte des öffentlichen Dienstes durch einen weiteren Streiktag am Donnerstag viele Bereiche des öffentlichen Lebens lahm gelegt. Die Streikenden fordern Zugeständnisse der Regierung, vor allem die Anhebung der Löhne und Gehälter. Die Gerichte blieben ebenso geschlossen wie die Akropolis, deren freie Mitarbeiter eine Festanstellung beim Kultusministerium verlangen. Weitere Streiks sind für das Wochenende und den Montag angekündigt, der Druck auf die Regierung nimmt weiter zu.

Um die Lage zu entspannen, hatte der Wirtschaftsminister Nikos Christodoulakis bereits am Dienstag verkündet, dass Löhne und Gehälter um drei bis zehn Prozent angehoben werden sollen. Da sich ein Großteil der Griechen jedoch durch die unterschiedliche Erhöhung benachteiligt sieht, ebbte die bereits seit drei Wochen andauernde Streikwelle nicht ab. Für Samstag kündigten Taxifahrer einen 24-stündigen Streik an, der ab kommenden Mittwoch auf zwei Tage ausgeweitet werden soll. Ärzte und Lehrer planen am Montag Protestaktionen. (APA/AP)

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