Riesen-Verlust 2002 bei Ahold nach Bilanzskandal

9. Oktober 2003, 18:41
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2002 endete nach hohen Sonderabschreibungen mit Defizit von 1,2 Milliarden Euro

Zaandam/Amsterdam - Wegen Sonderabschreibungen nach einem Bilanzskandal hat der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold für 2002 einen Milliardenverlust ausgewiesen.

Ahold hat vor allem als Folge von Unregelmäßigkeiten in der Buchhaltung seiner amerikanischen Tochter U.S. Foodservice im vorigen Jahr einen Verlust von 1,2 Mrd. Euro gemacht. Der Umsatz des Konzerns betrug 62,68 Mrd. Euro. Die Bilanzzahlen wurden am Donnerstag genannt. Die Veröffentlichung der revidierten Zahlen für 2002 wurden wiederholt verschoben, nachdem die Falschbuchungen Anfang des Jahres 2003 entdeckt worden waren und neue Überprüfungen vorgenommen werden mussten. Nach internen Revisionen mussten sogar die Bilanzen 2000 und 2001 im Nachhinein korrigiert werden.

Ahold ist der weltweit drittgrößte Einzelhandelskonzern nach Wal-Mart und Carrefour. (APA/dpa/Reuters/vwd)

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