Israel baut 600 neue Häuser in besetzten Gebieten

3. Oktober 2003, 15:18
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Neue Wohnungen für jüdische Siedler im besetzten Westjordanjand geplant - Heuer insgesamt 1.300 Häuser ausgeschrieben

Jerusalem - Trotz der Forderung des Nahost-Quartetts nach einem Siedlungsstopp will Israel neue Häuser für jüdische Siedler in den besetzten Gebieten errichten. Das israelische Wohnungsbau-Ministerium schrieb am Donnerstag den Bau von mehr als 600 Gebäuden aus. Diese sollen in den Siedlungen Beitar Elit in der Nähe von Bethlehem, in Maale Adumim im Osten von Jerusalem sowie in Ariel im nördlichen Westjordanland entstehen, wie das Ministerium mitteilte.

Heuer insgesamt 1300 Wohnungen ausgeschrieben

Die israelische regierungsunabhängige Organisation "Frieden Jetzt" kritisierte die Ausschreibung. Die Regierung diene damit allein den Siedlern, während der Preis in politischer und wirtschaftlicher Hinsicht von allen Bürgern Israels getragen werden müsse. Nach ihren Angaben hat Israel in diesem Jahr einschließlich der jüngsten Ausschreibung den Bau von 1.300 Wohnungen für insgesamt 5.000 Siedler ausgeschrieben. Das Nahost-Quartett hatte Israel in seinem Friedensplan unter anderem einen sofortigen Siedlungsstopp auferlegt. (APA/Reuters)

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    Die Maake-Adumim-Siedlung östlich von Jerusalem ist eine von drei Siedlungen im besetzen Gebiet, in denen weitere Häuser gebaut werden sollen.

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