Steuerdiskriminierung in Argentinien - IPI besorgt

13. Oktober 2003, 15:32
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"Übermäßige Belastung" könnte zum Aus für kleinere Zeitungen und Magazine führen

Das Internationale Presse-Institut (IPI) hat diskriminierende Mehrwertsteuer-Bestimmungen für Printmedien in Argentinien kritisiert, die vor allem kleinere Zeitungen und Magazine in den Ruin treiben könnten. In einem am Donnerstag veröffentlichten Brief an den argentinischen Präsidenten Nestor Kirchner fordert IPI-Direktor Johann Fritz Ausnahmeregelungen von dieser "übermäßigen Belastung". Das IPI verweist darauf, dass andere Klein- und Mittelbetriebe in Argentinien günstigeren Mehrwertsteuerregelungen unterlägen, während Verlage "unverständlicherweise" davon ausgenommen seien.

"Die Steuer wird nicht nur die Verkaufspreise erhöhen und den Zugang zu Nachrichtenmedien erschweren, sondern auch zum Aus für viele kleinere Publikationen führen und damit das Recht der Bürger auf Information beschränken", heißt es in dem Brief wörtlich. IPI ist ein weltweites Netzwerk von führenden Journalisten und Zeitungsherausgebern mit Sitz in Wien. (APA)

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