Für wenig Geld fast um die ganze Welt

30. Jänner 2004, 13:10
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Der kleinste gemeinsame Nenner aller Studenten? Das leere Portemonnaie. Diesem Umstand Tribut zollend, hier einige Reisetipps

"Ich möchte für wenig Geld möglichst weit weg", sagt Stefanie Syré, 21, Medizin- und Biologiestudentin, und damit ist sie nicht alleine. "Am liebsten", meint sie weiter, "abseits gängiger Touristenpfade." Es ist zwar oftmals die billigste Variante, diese Art von Urlaub selbst zu organisieren, doch scheitert's nicht selten am mangelnden Insiderwissen. Das holt man sich am Besten bei einschlägigen Reisebüros, denn Beratung verpflichtet nicht zum Buchen.

Billig weg mit Roulette

Wer wenig Wert auf Individualität legt, der möge Last Minute fliegen. Wagemutige sollten sich - bei der Restplatzbörse sogar im Livechat - bezüglich aktueller Roulette-Angebote erkundigen. Preislich noch um ein Quäntchen billiger, ist hier der Thrill-Faktor inklusive: Zieldestination und Nächtigungskategorie sind bekannt, das konkrete Hotel wird erst vor Ort zugeteilt.

Bei Billigfluglinien ist meist das richtige Timing gefragt. Sofern früh genug gebucht wird, spielen Billigjets in der untersten Preisliga. Bei kurzfristigen Reisen kann sich dieses Bild schnell ändern. Beispiel Sky Europe: Um den One-way-25-€-Minitarif etwa nach Paris ab Flughafen Bratislava zu ergattern, ist es nötig, einen Monat im Voraus zu buchen. Beim spontanen Wochenendflug sollte man allerdings damit rechnen, bis zu zehnmal tiefer in die Tasche greifen zu müssen.

Für Liebhaber beschaulicher Bahnreisen sind momentan die EU-Kandidatenländer eine preisgünstige Reise wert. Dort werden Wochenendtarife, Minigruppentarife ab zwei Personen und Jugendtarife für alle unter 26 angeboten. Aber auch Italien oder Deutschland sind um nur 29 € zu bereisen.

Eine weitere Möglichkeit, unabhängig zu reisen, sind Mietautos. Das Mindestalter des Fahrers beträgt zumeist 21 Jahre (Vorsicht USA: "Under-age"-Zuschläge bis 25 Jahre). "Allerdings gilt zu bedenken, dass schon aus Sicherheitsgründen nicht jedes Land prädestiniert dafür ist, mit dem Auto erkundet zu werden", warnt Andreas Weingartner von STA-Travel.

Eine kreative Reisemöglichkeit hat der 23-jährige Biologiestudent Stefan für sich entdeckt: "Ich fahre per Autostopp zum Flughafen Frankfurt und lasse mich auf die Standby-Liste setzen". Was bedeutet, dass er etwa eine halbe Stunde vor Abflug erfährt, ob es noch einen freien Platz in das Land seiner Wahl gibt. "Das ist bis zu 80 Prozent billiger. Ich weiß noch nicht genau, wohin es diesmal gehen soll, vielleicht Südamerika oder Asien." (mast, isa, lou, DER STANDARD, UniStandard, Printausgabe vom 2.10.2003)

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