Anti-Bush-Mode auch im Unterricht

3. Oktober 2003, 14:14
13 Postings

US-Bundesgericht: Schüler darf T-Shirt mit der Aufschrift "Internationaler Terrorist" in der Klasse tragen

Detroit - Ein amerikanischer Schüler hat das Recht, im Unterricht ein T-Shirt mit dem Porträt von Präsident George W. Bush und der Aufschrift "Internationaler Terrorist" zu tragen. Das entschied ein US-Bundesrichter in Detroit, wie die Amerikanische Union für Bürgerliche Freiheiten (ACLU) am Mittwoch mitteilte. Die ACLU hatte den Schüler Bretton Barber vertreten, der vom stellvertretenden Rektor seiner Schule in Dearborn im Februar aufgefordert worden war, entweder das T-Shirt zu bedecken oder heim zu gehen.

Recht auf Meinungsfreiheit auch in der Schule Richter Patrick Duggan entschied, dass das T-Shirt nicht wie vom Schulvertreter befürchtet Störungen oder Unruhen ausgelöst habe. Die ACLU erklärte, die Gerichtsentscheidung bestätige den Grundsatz, "dass Schüler ihr Recht auf Meinungsfreiheit nicht aufgeben, wenn sie die Schule betreten".

T-Shirt passend zum Referat über Bush und Saddam Hussein ausgesucht Der im Februar noch 16-jährige Barber hatte in seiner Schule mit überwiegend arabisch-amerikanischen Schülern an dem Tag ein Englisch-Referat unter dem Motto "Vergleich und Gegensatz" halten sollen. Er hatte sich zu einem Vergleich von Bush und dem damaligen irakischen Präsidenten Saddam Hussein entschieden. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Dieses T-Shirt darf auch im Unterricht getragen werden, entschied ein US-Bundesrichter in Detroit.

Share if you care.