Showdown im Süden: Ambrozy gegen Haider

3. Oktober 2003, 14:44
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In Kärnten führt SP derzeit klar vor FP

Klagenfurt - In Kärnten deutet bei den Landtagswahlen am 7. März 2004 alles auf einen Zweikampf zwischen FPÖ und SPÖ hin, bei dem im Augenblick die SPÖ die besseren Karten zu haben scheint. Dort verweist man auf eine aktuelle Gallup-Umfrage, wonach sich auch nach den Landtagswahlen in Oberösterreich und Tirol nicht viel am bereits zu Sommerbeginn gegebenen Meinungsbild geändert habe: Demnach liegt die SPÖ in der Wählergunst mit 41 Prozent klar vor der FPÖ mit 30 Prozent und der ÖVP mit 21 Prozent. Damit hätte sich das Verhältnis zwischen SPÖ und FPÖ seit der letzten Wahl 1999 umgekehrt. Die Grünen würden diesen Daten zufolge mit sechs Prozent klar unter der Zehnprozenthürde bleiben, die in Kärnten für eine Vertretung im Landtag zu überspringen ist.

Die FPÖ setzt voll auf ihr Zugpferd Jörg Haider und hofft auf den Landeshauptmann-Bonus: Im direkten Vergleich mit SP-Kandidat Peter Ambrozy führt Haider mit 37 zu 31 Prozent. Entsprechend hat die FPÖ ihre Werbung auf Haider zugeschnitten, die Partei kommt praktisch nicht mehr vor.

In der ÖVP deutet alles auf einen Wechsel des Spitzenkandidaten hin: Obmann Georg Wurmitzer soll von der Nationalratsabgeordneten Elisabeth Scheucher abgelöst werden, was interessante Konstellationen für die Verteilung der Regierungssitze zur Folge hätte: Derzeit hält Wurmitzer das Gemeindereferat. (kob/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.10.2003)

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