Alitalia will 2004 zu Air France-KLM

8. Oktober 2003, 18:31
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Rom verspricht seine Alitalia-Beteiligung stark zu reduzieren - Per Dekret wird Schatzministerium seinen Anteil unter die 50-Prozent-Schwelle drücken

Rom - Die italienische Regierung will die Integration der Alitalia in das Bündnis KLM-Air France beschleunigen. Das Kabinett von Silvio Berlusconi plant noch bis Ende dieser Woche die Verabschiedung eines Dekrets, mit dem die Beteiligung des Schatzministeriums an die noch staatliche Fluggesellschaft von 62 Prozent unter die Schwelle von 50 Prozent gedrückt werden soll, berichteten italienische Medien am Donnerstag. Das "Grüne Licht" der Regierung soll dem Alitalia-Vorstand die Einleitung von Verhandlungen mit KLM und Air France ermöglichen.

Alitalia will bereits im April 2004 der neuen Holding aus KLM und Air France beitreten. Die Italiener würden nach ihrem Einstieg eine 20-prozentige Beteiligung an der neuen Gesellschaft halten, hieß es in Alitalia-Kreisen. Der Wert des Anteils des italienischen Schatzministeriums an der finanziell angeschlagenen Fluggesellschaft wird an die 700 Mio. Euro geschätzt.

Negative Effekte auf die Beschäftigung

Die Gewerkschaften befürchten, dass der Beitritt Alitalias in die neue Holding negative Effekte auf die Beschäftigung haben könnte. Sie drängen darauf, dass die beiden italienischen Hubs, Mailand Malpensa und Rom Fiumicino, gleichberechtigt mit den Flughäfen der beiden anderen Fluggesellschaften in Paris und Amsterdam behandelt werden.

Alitalia-Präsident Giuseppe Bonomi betonte, bei den Verhandlungen werde die Gesellschaft berücksichtigen, dass die künftige Allianz der Entwicklung der beiden italienischen Hubs dienen solle. Die Aufwertung der beiden großen Flughäfen sei für Alitalia eine Priorität, betonte Bonomi.(APA)

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