Eheschließung und Scheidung in China erleichtert

10. Oktober 2003, 20:00
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Erlaubnis des Arbeitgebers nicht mehr nötig

Peking - China hat die strikte staatliche Reglementierung der Eheschließung gelockert. Nach einem am Mittwoch in Kraft getretenen Gesetz brauchen Paare nicht mehr die Einwilligung des Arbeitgebers und medizinische Tests vorzulegen, um heiraten zu dürfen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua weiter berichtete, wird mit der Reform auch die Scheidung erleichtert. Dazu war bisher ebenfalls die Erlaubnis des Arbeitgebers notwendig gewesen.

Angesichts der anstehenden Neuregelung hatten viele Brautpaare ihre Heirat auf Anfang Oktober verschoben. Die Gesetzesnovelle erfolgte nach Ansicht von BeobachterInnen angesichts des tief greifenden Wandels in der chinesischen Gesellschaft in den vergangenen zwei Jahrzehnten, der vor allem Frauen betrifft.

Für eine Ehe ohne Trauschein

In einer Umfrage sprachen sich kürzlich 80 Prozent der befragten Frauen für eine Ehe ohne Trauschein aus. "Noch in den 1980-ern galt das Zusammenleben von unverheirateten Paaren als Schande", heißt es dazu in der Studie. Die Anfang der 1980er Jahre in China eingeführte Ein-Kind-Politik zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums bleibt jedoch unverändert. (APA)

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