Auswirkungen des Boykotts schleichend

6. Oktober 2003, 16:25
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Die Protestmaßnahmen der Bundesbahner dürfte erst nach den ersten 14 Tagen Auswirkungen zeigen

Wien - Der Überstundenboykott wird nicht gleich am ersten Tag des Protests zu Ausfällen im Zugsverkehr führen, da bei Lokführern die Überstunden aufgrund der unregelmäßigen Wochenarbeitszeit monatsweise abgerechnet werden. Durch die Disposition der Bediensteten soll "ein Maximum des Zugsverkehrs" aufrechterhalten werde, hofft das ÖBB-Management.

Die ersten 14 Tage sollten störungsfrei ablaufen. Dann könnte bei einigen Lokführern die Normalarbeitszeit abgelaufen sein und Überstunden anstehen. Nur wenn also die Proteste bis Ende des Monats anhalten, werde es zu Beeinträchtigungen kommen, so ÖBB-Sprecher Andreas Rinofner am Donnerstag.

Die Gewerkschaft erwartet Beeinträchtigungen bereits in der ersten Woche, zunächst im Güterverkehr. Im Personenverkehr werde zuerst der Schnellbahnverkehr im Raum Wien betroffen sein, weil dort 700 Lokführerstellen unbesetzt und daher dementsprechend Überstunden zu leisten sind. "Im Westen gibt es fast keine Überstunden bei Lokführern", so eine ÖBB-Sprecherin zum STANDARD. (APA, szem/DER STANDARD Print-Ausgabe, 2.10.2003)

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