Innsbrucker Rektor beklagt Motivationstief

5. Oktober 2003, 20:01
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Für Gantner sind nicht die Finanznöte das Hauptproblem

Innsbruck - Der neuer Rektor der Universität Innsbruck, Manfried Gantner, hat am Mittwoch mit viel Optimismus seine Amtsphase gestartet. Trotz der "erschwerten Rahmenbedingungen" sei die momentane Situation durchaus "überwindbar".

Für ihn sind nicht die Finanznöte das Hauptproblem. Gantner: "Die Motivation an der Universität ist derzeit knapper als das Geld." Er verwies auf die sehr engen zeitlichen Vorgaben, die von "massiven" Budgetkürzungen begleitet seien. Bis Jahresende müssten etwa der Senat gewählt und eine Satzung vorgeschlagen werden oder ein Organisations- beziehungsweise Generalsanierungsplan vorliegen. In den kommenden vier Jahren sollen Lehre und Forschung gestärkt werden.

Eine weitere Herausforderung ist für Gantner die geplante Ausgliederung der medizinischen Fakultät, die er selbst als "rückwärts gewandt" bezeichnet. Als Interimsrektor der neuen Medizin-Uni bis Ende Dezember 2003 möchte er "so viel gemeinsam wie möglich und so viel Trennung wie notwendig" praktizieren. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2. 10. 2003)

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