Niederöstereichische ÖVP attackiert Bundespartei

3. Oktober 2003, 18:03
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Pröll kam nicht zum Bundesparteivorstand

Wien - In der ÖVP verstummt die Kritik aus den Landesorganisationen an der Bundespartei auch nach dem Bundesparteivorstand vom Dienstagabend nicht. In der Donnerstag-Ausgabe des "Kurier" verlangt der niederösterreichische Landesparteisekretär Gerhard Karner: "Die Bundespartei sollte von manchen eingeschlagenen Wegen umkehren". Die von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eingeschlagene Linientreue werde die Landes-VP zeigen, aber: "Nur muss die Linie verständlich sein."

Das Krisenmanagement der Bundespartei hat nach Ansicht Karners "in vielen Bereichen nicht funktioniert". Für die Regierungspolitik werde "wegen fehlender Kontakte zu den Ländern, Gemeinden, und Bürgern zu wenig Bewusstsein geschaffen". Als Konsequenz kündigte Karner einen "sehr eigenständigen Weg der ÖVP in Niederösterreich" an.

Dass Landeshauptmann Erwin Pröll nicht an der Sitzung des Bundesparteivorstandes teilgenommen hat, begründete Karner mit einer zeitgleich stattgefundenen Sitzung des Landesparteivorstandes. Er warf der Bundespartei "schlechte Koordination" vor, der Termin des niederösterreichischen Vorstandes sei lange bekannt gewesen. (APA)

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