Bombenanschlag auf Hindu-Tempel in Südindien

2. Oktober 2003, 18:00
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Führender indischer Politiker verletzt

Bangalore - Bei einem Bombenanschlag an einem der bedeutendsten Hindu-Tempel Indiens ist der Regierungschef des südlichen Unionsstaates Andhra Pradesh verletzt worden. N. Chandrababu Naidu wollte am Mittwoch gemeinsam mit einem Regionalminister gerade den Tirupati-Tempel bei Bangalore besuchen, als der Sprengsatz explodierte, wie ein Vertreter der örtlichen Verwaltung mitteilte. Der Regierungschef sei am Schlüsselbein verletzt worden. Auch der Regionalminister sei verwundet worden. Ein Polizeivertreter sagte dagegen, beim Vorbeifahren von Naidus Konvoi mit gepanzerten Fahrzeugen seien mindestens zwei Minen explodiert.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Der örtliche Polizeichef machte in der Region aktive maoistische Rebellen verantwortlich. Der Anschlag trage die Handschrift der verbotenen Volkskriegsgruppe (PWG). Angaben über weitere Verletzte gab es zunächst nicht. Ein Sprecher Naidus sagte, der Regierungschef sei wohlauf. Naidu gilt als einer der angesehensten Politiker in Indien auf Ebene der Unionsstaaten. Er wurde immer wieder auch für Posten auf nationaler Ebene vorgeschlagen. (APA/AFP)

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