"Die Bestellung wird sicher nicht revidiert"

Redaktion, 21. November 2003, 19:16

Morak steht hinter der Diagonale-Leitung

Wien - VP-Kunststaatssekretär Franz Morak verteidigte am Mittwoch die Neupositionierung des Diagonale-Filmfestivals und lehnte eine Rücknahme der Umstrukturierung ab, die von vielen Filmschaffenden gefordert wird. Das Gespräch, das er mit drei Vorstandsmitgliedern des Filmregisseurverbands führte, trug daher zur Verhärtung der Positionen bei: Dieter Berner, Michael Kreihsl und Virgil Widrich gaben danach bekannt, dass der Verband keinerlei Kooperation mit der Diagonale eingehen werde.

Dass er zu einem Einlenken nicht bereit sein werde, hatte Morak den Filmschaffenden bereits über den Kurier ausrichtet: "Lassen wir doch die Diagonale vorerst in Ruhe arbeiten. Die Türe steht den Filmschaffenden offen, durchgehen müssen sie selber." Und gegenüber dem STANDARD sagte der Staatssekretär: "Die Bestellung von Miroljub Vuckovic und Tillman Fuchs erfolgte ordnungsgemäß. Sie wird sicher nicht revidiert."

Im Gespräch mit den Filmregisseuren betonte Morak, dass das neue Führungsteam nach wie vor sein Vertrauen habe. Der Verband der Filmregisseure hingegen forderte den Rücktritt der beiden Festivalleiter und die umgehende Auflösung des neuen Trägervereins. Die Auswahl der Intendanz, die mit der Durchführung des Festivals betraut wird, müsse durch eine von der Politik unabhängige Findungskommission erfolgen.

Morak hielt dagegen, dass Vuckovic und Fuchs gezwungen gewesen seien, einen neuen Trägerverein zu gründen, weil der alte Verein Entscheidungen zu blockieren versucht hätte. "Im Gegensatz zu früher gibt es nun klare Vereinsstrukturen. Sehr wohl ist ein künstlerischer Beirat vorgesehen, in dem auch die Filmschaffenden vertreten sein sollen." Zudem habe er, Morak, angeboten, Wünsche der Filmschaffenden an die Diagonale-Leitung weiterzuvermitteln. (trenk / DER STANDARD, Printausgabe, 2.10.2003)

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.