Kontrollen auf Flughäfen neu vergeben

3. Oktober 2003, 22:01
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120 private Securityleute für Flughäfen Innsbruck und Klagenfurt - Auftrag Wien-Schwechat ist noch nicht vergeben

Wien - Die Bundesbeschaffungsgesellschaft erteilte am Mittwoch der privaten Sicherheitsfirma Securitas Austria den Zuschlag für die Durchführung von Personen- und Großgepäckkontrollen auf den Flughäfen Innsbruck und Klagenfurt. Insgesamt hatten sich sechs Unternehmen an der internationalen Ausschreibung des Innenministeriums beteiligt.

120 private Securityleute

Auf beiden Flughäfen sollen nun 120 private Securityleute Beamte des Innenministeriums ablösen, sagte Securitas-Geschäftsführer Martin Wiesinger im STANDARD-Gespräch. Der Übergang sei in den kommenden drei Monaten geplant, das zusätzliche Umsatzvolumen betrage 1,8 Millionen Euro pro Jahr. Weltweit hat die Firma mit Hauptsitz in Schweden mehr als 100 Flughäfen unter Vertrag und beschäftigt in dieser Branche rund 7500 Mitarbeiter. In Österreich ist Wiesinger, früher Manager bei der AUA und bei der Lauda-Air, bereits für die Airport-Kontrollen in Graz und Salzburg zuständig. In Linz sorgt Group 4 Falck für Sicherheit.

Rennen um Wien Das Rennen um den größten heimischen Auftrag, die Sicherheitskontrollen auf dem Flughafen Wien-Schwechat, läuft noch. Bis Ende Oktober können Offerte abgegeben werden. Wie berichtet, hatte der Rechnungshof die seit 1994 zuständige Flughafen-Tochterfirma VIAS als zu teuer kritisiert, das Innenministerium schrieb die Tätigkeit neu aus. Seit heuer muss auch das Großgepäck von Fluggästen gescreent werden. (simo, DER STANDARD Printausgabe 2.10.2003)

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