WK-Salzburg: Werbebarometer prognostiziert für heuer Wachstum

23. Oktober 2003, 15:54
posten

Kampf gegen die Werbeabgabe wird fortgesetzt

Die Zukunft des Salzburger Werbemarktes, die erneute Forderung nach rascher Abschaffung der Werbeabgabe und der Salzburger Landespreis für Marketing, Kommunikation & Design standen Dienstag im Mittelpunkt eines Pressegespräches der Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer Salzburg. Das "Werbebarometer" meldete noch im Vorjahr durchwegs negative Aussichten. Dennoch prognostiziert der Fachverband der WK eine "schwarze Null" und einen beginnenden Aufschwung für die zweite Jahreshälfte.

Durststrecke geht zu Ende

Etwa drei Milliarden Euro umfasst Österreichs Gesamtmarkt für Werbeausgaben. Davon landen zwei Drittel in den klassischen Medien, die Hälfte davon in der Printwerbung. Das restliche Drittel wird "below the line" disponiert - in Direct Mail, Verkaufsförderungsaktionen, New Media (Internet), Events, Public Relations, Sponsoring oder Messen. Obwohl der österreichische Werbemarkt 2001/2002 Rückgänge hinnehmen musste, steht für Fachverbandsobmann Walter Ruttinger fest, dass die Durststrecke zu Ende geht. "Mit einem Minus von fünf Prozent haben wir uns im Vergleich zu den westlichen Nachbarländern mit zweistelligen Prozent-Rückgängen gut gehalten. Von Entlassungswellen wie etwa in großen deutschen Werbeagenturen blieb Österreich verschont - ein Vorteil unserer flexiblen, vorrangig kleingewerblichen Struktur", so Ruttinger.

Das vom Fachverband vierteljährlich herausgegebene "Werbebarometer", welches sich auf 300 der größten Werbeagenturen und deren Auftraggeber stützt, meldete noch im Vorjahr durchwegs negative Aussichten. Dennoch prognostizierte der Fachverband schon vor dem Jahreswechsel für 2003 eine "schwarze Null" und einen beginnenden Turnaround für die heurige 2. Jahreshälfte. Die jüngsten Werbebarometer-Analysen weisen gegenwärtig tatsächlich auf einen Turnaround hin, der 2004 ein Wachstum von drei bis fünf Prozent ergeben wird.

Hemmschuh Werbeabgabe

Ein Hemmschuh für die heimische Werbewirtschaft sei jedoch nach wie vor die Werbeabgabe. Seit Jahren gehen sämtliche Initiativen zur Abschaffung dieses weltweiten Unikums von Salzburg aus. Fachverbandsobmann Ruttinger begrüßt zwar die jüngsten Ankündigungen der Regierung zu einem "Wachstumspaket" - allerdings nur, wenn darin auch die Abschaffung der fünfprozentigen Werbeabgabe enthalten ist. (APA)

Share if you care.