Bier politisch korrekt serviert

3. Oktober 2003, 11:33
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Nach etlichen rassistischen Vorfällen in Gasthäusern einigt sich steirische Landespolitik auf Verschärfung der Gewerbeordnung

Die steirischen Landespolitiker wollen jetzt ernst machen. Die Landtagsabgeordneten der ÖVP und SPÖ stimmten am Dienstag einem Antrag der Grünen zu, die Gewerbeordnung - nach etlichen rassistischen Vorfällen in Gasthäusern - zu verschärfen.

Wirten, die aus rassistischen Motiven Gästen den Eintritt ins Lokal verwehren, soll - in besonders gravierenden Fällen - die Gewerbeberechtigung entzogen werden können.

"Wirte sind keine Rassisten"

Trotz vorheriger Zusage, eine Gesetzesänderung zu unterstützen und diesbezüglich an die Bundesregierung heranzutreten, schwenkten die Abgeordneten der FPÖ in der Landtagssitzung aber um und auf die Linie der Wirte ein.

Die Sparte Tourismus und die Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer war zuvor vehement gegen eine Verschärfung der Gewerbeordnung aufgetreten. "Wirte sind keine Rassisten", schimpfte der Tourismus-Geschäftsführer, Gerhard Kienzl. "Wenn die Gefahr einer Störung des Geschäftstriebes besteht, hat der Wirt sehr wohl das Hausrecht, selbst zu bestimmen, wen er in sein Lokal lässt und wen nicht." (red/DER STANDARD; Printausgabe, 1.10.2003)

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    Wirten, die aus rassistischen Motiven Gästen den Eintritt ins Lokal verwehren, soll - in besonders gravierenden Fällen - die Gewerbeberechtigung entzogen werden können.

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