Korei will kleineres Kabinett

1. Oktober 2003, 14:33
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Dahlan bedauert, Barguti lobt Intifada

Ramallah - Der bisherige palästinensische Sicherheitschef Mohammed Dahlan hat die vor drei Jahren begonnene Intifada bedauert. Vor dem bewaffneten Aufstand "waren wir in einer besseren Position als jetzt, politisch und international", sagte Dahlan, der dem neuen Kabinett, das in Bildung begriffen ist, nicht mehr angehören wird. Der in Israel angeklagte palästinensische Politiker Marwan Barguti rechtfertigte unterdessen am Montag in seinem Schlusswort an das Gericht die Intifada. Er sei stolz auf den seit drei Jahren dauernden Kampf gegen die 36-jährige israelische Besatzung, den israelischen Siedlungsbau und die mangelnde Umsetzung von Friedensabkommen seitens Israels, sagte Barguti.

Der designierte palästinensische Ministerpräsident Ahmed Korei will nun offenbar ein deutlich kleineres Kabinett bilden als zunächst angekündigt. Die vor einigen Tagen veröffentlichte Liste mit 24 Kabinettsposten solle hinsichtlich der Zahl der Ressorts und der Minister noch einmal gründlich überarbeitet werden, berichtete die Zeitung al-Ayyam am Dienstag in Ramallah. Die neue Regierung solle insgesamt "zwölf Minister auf Schlüsselposten" umfassen, "die untergeordnete Ressorts überwachen", die Regierungsbildung solle bis zum Wochenende abgeschlossen sein. (AFP, AP, DER STANDARD, Print-Ausgabe vom 1.10.2003)

  • Der designierte palästinenische Premier Ahmed Kurei hat zwei weitere Wochen Zeit, um eine neue Regierung zu bilden.
    foto: epa/atef safadi

    Der designierte palästinenische Premier Ahmed Kurei hat zwei weitere Wochen Zeit, um eine neue Regierung zu bilden.

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