Thema des Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds lautet "Creative Industries"

9. Oktober 2003, 19:27
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Wien - Zum ersten Mal werden ab Mitte Oktober die Wiener Wissenschaftstage die Arbeit der Forschungseinrichtungen der Bundeshauptstadt präsentieren. Dies kündigte der auch für Wissenschaftsfragen zuständige Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (S) am Dienstag bei der Bürgermeister-Pressekonferenz an. Schon zum zweiten Mal startet hingegen der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) eine Ausschreibung - dieses Mal zum Thema "Creative Industries", wie Bürgermeister Michael Häupl (S) berichtete.

Rund fünfzig Institutionen werden sich bei den Wiener Wissenschaftstagen (WWT) zwischen dem 19. und dem 30. Oktober der Öffentlichkeit präsentieren. Unter dem heurigen Motto "stadt:leben:zukunft" sollen Bereiche wie Städtebau, Globalisierung und Generationenpolitik thematisiert werden.

Wissenschaftstage

Organisiert vom Europaforum Wien umfassen die Wissenschaftstage neben Führungen und Lesungen auch Diskussionen und Matineen, zu denen internationale Wissenschafter geladen wurden, unter anderem die US-Soziologin Saskia Sassen und die Germanistin Ruth Klüger.

In Wien sind laut dem Kulturstadtrat rund 15 Prozent der Bevölkerung als Studierende oder Forscher direkt mit Wissenschaft beschäftigt. "Diese intellektuelle Humusschicht ist fruchtbar", so Mailath-Pokorny. Und um diese Schicht zu düngen, investiere man jährlich rund 150 Millionen Euro in Forschung und Wissenschaft.

Daran anknüpfend hob Häupl die Bedeutung von Wissenschaftspolitik hervor, weil diese "für das Leben und die Zukunft der Menschen von eminenter" Wichtigkeit sei. Dazu gehöre auch der WWT-Fonds, der am 1. Oktober seine zweite, "Call" genannte, Ausschreibung eröffnet. Bis zum 28. November haben Interessenten Zeit, ihre Projekte zum Thema "Creative Industries" einzureichen.

Von Kulturmanagement bis zu Mode-Design

Dotiert mit drei Millionen Euro, soll der Call "kulturnahe und wissensintensive Unternehmensfelder" ansprechen, "die ihre Herkunft individueller Kreativität und Qualifikation verdanken". Unter diesem Begriff lässt sich etwa Kulturmanagement sowie Multimedia-Anwendung bis hin zum Modedesign subsumieren. Entscheidend dabei sind ein Projektvolumen von mindestens 200.000 Euro und eine Verwertungsperspektive.

Finanziert wird der im vergangenen Jahr gegründete WWTF aus Geldern der "Privatstiftung zur Verwaltung von Anteilsrechten", die auch Anteile an der Hypo-Vereinsbank hält. Dem Fonds sind dabei zwei Drittel der jährlichen Überschüsse der Privatstiftung gewidmet, was einem durchschnittlichen Jahresbudget von sieben Millionen Euro entspricht. (APA)

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