Araber verlangen Überprüfung israelischer Massenvernichtungs- Waffen

1. Oktober 2003, 09:51
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Appell Saudiarabiens, Syrien und Ägyptens an IAEO

New York/Hebron - Saudiarabien, Syrien und Ägypten haben die Internationale Atomenergiebehörde (IAEO) aufgefordert, das Waffenarsenal Israels zu überprüfen. Es sei nicht akzeptabel, dass andere Länder des Besitzes von Massenvernichtungswaffen bezichtigt würden, während Israels Atompotenzial ignoriert werde, erklärten die Außenminister der drei Staaten am Montagabend vor der UNO-Vollversammlung in New York. US-Außenminister Colin Powell appellierte an arabische Geschäftsleute, im Nahen Osten mehr Wohlstand zu schaffen.

Sperrvertrag

Israel wird allgemein als Atommacht eingeschätzt, auch wenn die Regierung in Jerusalem den Besitz von Nuklearwaffen nie eingeräumt hat. Dem Atomwaffensperrvertrag ist der jüdische Staat nicht beigetreten. Dies allein sei ein Grund zur Kontrolle, betonte der saudische Außenminister Prinz Saud al Faisal. Schließlich würden auch Länder kritisch überprüft, die den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet hätten, sagte Al Faisal mit Blick auf Iran. Seine Kollegen aus Syrien und Ägypten, Faruk al Sharaa und Ahmed Maher, pflichteten dem bei.

Powell erklärte vor Delegierten des Amerikanisch-Arabischen Wirtschaftsforums in Detroit, ein angemessener Wohlstand könne wesentlich zu Frieden und Freiheit im Nahen Osten beitragen. Deshalb sollten Regierungen und Privatunternehmen dort investieren. Der US-Außenminister räumte ein, dass die Bemühungen um eine Beilegung des israelisch-palästinensischen Konflikts einen herben Rückschlag erlitten hätten. Eine Lösung sei jedoch entscheidend für Stabilität in der Region. (APA/AP)

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