Florida: US-Rockband "Hell on Earth" will Selbsttötung auf der Bühne zeigen

1. Oktober 2003, 22:01
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Stadtverwaltung von St. Petersburg verbietet Auftritt und erwägt zusätzlich eine gerichtliche Verfügung gegen die Band

Die Stadtverwaltung von St. Petersburg im US-Bundesstaat Florida hat am Montag eine Verordnung gegen die geplante Selbsttötung eines Schwerstkranken während eines Rock-Konzerts erlassen. Die wegen ihrer obskuren Einfälle bekannte Band "Hell on Earth" (Hölle auf Erden) hatte auf ihrer Internetseite (hellonearth.net) angekündigt, ein todkrankes Mitglied der "Gesellschaft für Euthanasie" werde auf einem ihrer Konzerte Selbstmord begehen.

Konzert an einem geheimen Ort

Das Ereignis des öffentlichen Suizids wolle die Band auf ihrer Web-Seite zeigen. Das Konzert solle am 4. Oktober an einem geheimen Ort in St. Petersburg stattfinden, teilte Bandleader Billy Tourtelot im Internet mit.

Sondersitzung

Der Stadtrat von St. Petersburg berief daraufhin eine Sondersitzung ein und erließ eine Verordnung, die Selbstmorde bei öffentlichen Veranstaltungen untersagt. Die Stadt erwägt zusätzlich eine gerichtliche Verfügung gegen die Band.

Bekannt für "extreme Situationen"

Das Konzert sollte ursprünglich im Staatstheater in St. Petersburg stattfinden. Der Manager sagte es jedoch ab, nachdem das Vorhaben der Band bekannt wurde. "Hell on Earth" ist für extreme Aktionen bekannt. Auf einem Konzert wurden einmal tote Ratten in einen Mixer gegeben und diese ekelhafte Mischung wurde danach ans Publikum verteilt. (APA/Reuters)

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