AUA: Fusionen und Splits gehören dazu

1. Oktober 2003, 20:02
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Austrian gibt sich angesichts des Air France/KLM-Deals unbeeindruckt - Star Alliance bleibt trotz der Fusion größtes Luftfahrtbündnis

Wien - Die österreichische Austrian Airlines (AUA), die seit kurzem unter dem Markennamen Austrian auftritt, sieht die geplante Fusion von Air France und KLM gelassen. Trotz des angestrebten Zusammenschlusses von Air France und KLM bleibe das Luftfahrtbündnis Star Alliance um die Lufthansa, dem auch die AUA angehört, größer als die Allianz Skyteam um die Air France, sagte AUA-Sprecher Johannes Jurceka am Dienstag zur APA.

In der Luftfahrt stünden Fusionen wie Trennungen von Airlines auf der Tagesordnung, so Jurceka weiter. Außerdem müsse man erst abwarten, wie tief die Fusion von Air France und KLM wirklich gehe und welche Auswirkungen das Bündnis in der Praxis habe. Auf den Wiener Flughafen werde die geplante Fusion vorerst keine Auswirkungen haben, meint die AUA.

Die Star Alliance habe laut IATA-Zahlen Ende 2002 einen Weltmarktanteil gemessen an Passagierkilometern von 23,9 Prozent gehabt (die 2003 neu dazu gekommenen Airlines Asiana Airlines, Spanair und US-Airways noch nicht mit einberechnet), während das Skyteam auf 22,6 Prozent Weltmarktanteil gekommen sei, so Jurceka. Zum Konkurrenzbündnis Skyteam gehören Air France, Alitalia, Delta Air Lines, Aeromexico, CSA Czech Airlines und Korean Air.

Auch die Deutsche Lufthansa sieht nach den Worten ihres Vorstandschefs, des gebürtigen Österreichers Wolfgang Mayrhuber die sich derzeit verändernden Konstellationen in der Luftfahrtbranche gelassen. "Wir sehen dem Prozess mit großer Gelassenheit entgegen", sagte Mayrhuber laut Reuters am Montagabend am Rande einer Presseveranstaltung in Frankfurt. Die Star Alliance sei auch nach den sich jetzt abzeichnenden Veränderungen das größte Luftfahrtbündnis.

Die Lufthansa könne sich glücklich schätzen, dass sie in der am weitesten entwickelten Allianz stehe. Dabei verwies der Vorstandschef unter anderem darauf, dass der Star Alliance demnächst auch die polnische Fluggesellschaft Lot Polish Airlines beitrete. Was jetzt zur Star Alliance hinzukomme, sei "phänomenal". Die Star-Alliance sei in der Kombination von Europa, Asien und Nordamerika das ausgewogenste Luftfahrtbündnis.

Die Aktie der deutschen Lufthansa hat am Dienstagmorgen mit Kursabschlägen auf die geplante Fusion von Air France und KLM reagiert. Die Lufthansa-Papiere notierten am Morgen 1,5 Prozent im Minus bei 11,55 Euro und führten damit die Verliererliste im Deutschen Aktienindex (Dax) an. Der Dax lag kaum verändert bei 3326 Punkten.

Die AUA-Aktie verlor heute Vormittag bis gegen 10:30 Uhr um 0,45 Prozent auf 6,62 Euro. (APA)

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