Softwarekonzern sucht Einigung mit der EU

7. Oktober 2003, 11:31
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Microsoft soll schriftliche Erklärung zum Monopol-Verfahren vorbereiten

Laut einem Bericht von CNet, der sich auf gut informierte Insiderquellen beruft, soll der Softwarekonzern Microsoft an einer schriftlichen Stellungnahme an die EU wegen des Monopolverfahrens arbeiten.

Einigung bald möglich

Eine Entscheidung der EU in dem mittlerweile vier Jahre dauernden Rechtsstreit soll nicht mehr lange auf sich warten lassen, so CNet weiter. Im November soll ein Hearing mit Microsoft-Vertretern angesetzt worden sein, in dem der Softwarekonzern zu den Vorwürfen Stellung nehmen soll. "Die Kommission hat uns ihr überarbeitetes Positionspapier im August zukommen lassen und wir bereiten unsere Antwort darauf vor", so Microsoft-Sprecher Mark Murray am Montag.

Anhaltende Missbräuche

In dem Positionspapier soll die EU-Kommission von anhaltenden Monopol-Missbräuchen durch den Softwarekonzern berichten, so CNet. Vor allem der neue Windows Media Player soll nach ersten Angaben im Visier der Kritik stehen. Die EU fordert, dass der Player entweder gänzlich vom BEtriebssystem entkoppelt wird oder auch Produkte der Konkurrenz von Microsoft verpflichtend in Windows integriert werden müssten. Auch im Low-End-Server-Markt soll Microsoft der Konkurrenz mehr technische Informationen zukommen lassen, um so den Produkten der Mitbewerber volle Interoperabilität mit Windows-PCs und Servern zu ermöglichen, so die Forderungen der EU.(red)

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