Bush-nahe Firma berät bei Irak-Geschäften

1. Oktober 2003, 15:00
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Unternehmen will "Errichtung freier und fairer Märkte sowie ein neues Wirtschaftswachstum vorantreiben"

Washington - Ein neues Unternehmen, dessen Vorstandsmitglieder US-Präsident George W. Bush nahe stehen, will Firmen bei geplanten Geschäften im Irak beraten. Auf der Webseite von New Bridge Strategies heißt es, man wolle "im Einklang mit den Zielen der Bush-Regierung im Irak die Errichtung freier und fairer Märkte sowie ein neues Wirtschaftswachstum vorantreiben". Dabei wolle man aber keine politischen Kontakte fördern.

Firmenchef ist Joe Allbaugh, im Jahr 2000 Wahlkampfmanager des Präsidentschaftskandidaten Bush. Weitere Vorstandsmitglieder sind Edward Rogers und Lanny Griffith, die dem Mitarbeiterstab von George Bush, dem Vater des jetzigen Präsidenten, angehörten und weiterhin enge Verbindungen zum Weißen Haus unterhalten. Der formelle Präsident von New Bridge, John Howland, erklärte, das Unternehmen strebe keine eigenen Regierungsaufträge im Irak an, sondern sehe sich als Vermittler solcher Geschäfte. Dabei sollten vor allem private Investitionen gefördert werden.

Die US-Regierung hat amerikanischen Geschäftsleuten bereits Verträge im Wert von hunderten Millionen Dollar für den Wiederaufbau Iraks gewährt. Um dies fortsetzen zu können, hat Bush den Kongress um 20,3 Milliarden Dollar (17,8 Mrd. Euro) gebeten. Zusätzliche 87 Milliarden (76,2 Mrd. Euro) sollen für militärische Zwecke im Irak und Afghanistan bereitgestellt werden. (APA/AP)

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