Tauschbörsen melden sich vereint zu Wort

7. Oktober 2003, 11:40
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Grokster, Blubster, eDonkey und Co. veröffentlichen als "P2P United" ein Positionspapier

In der Auseinandersetzung zwischen dem Verband der US-amerikanischen Musikindustrie, RIAA, und den Online-Tauschbörsen melden sich nun einige Betreiber von P2P-Clients zu Wort.

"Erziehungs-Offensive"

Die unter dem Namen "P2P United" firmierenden Tauschbörsen BearShare, Blubster, eDonkey 2000, Grokster, Lime Wire und Morpheus haben ein Positionspapier als Antwort auf die Klagen des Musikverbands veröffentlicht. In diesem Papier wird unter anderem eine neue "Erziehungs-Offensive" angekündigt, die für eine stärkere Sensibilisierung der Tauschbörsennutzer für die Copyright-Problematik sorgen soll.

Gespräche gefordert

"P2P United" fordert in dem Postionspapier die RIAA auch zu konstruktiven Gesprächen auf, um so eine einvernehmliche Lösung in der Tauschbörsenproblematik zu erzielen. Auch die Gesetzgeber sollen – nach den Forderungen der Tauschbörsen in dem Papier – endlich einen gesetzlichen Rahmen schaffen, um eine gerechte und praktikable Entschädigung von Urheberrechten zu ermöglichen.

Mehr Sachlichkeit

Die Tauschbörsen-Betreiber verlangen zudem mehr Sachlichkeit in der Argumentation der RIAA. Alle P2P-User als Pädophile und Betrüger zu bezeichnen, sei in diesem Zusammenhang vom Musikverband nicht sehr hilfreich und wirksam. Allerdings, so kündigten die Betreiber an, werde man der RIAA gerne bei der Jagd nach Pädophilen in den Tauschbörsen behilflich sein. Die zwangsweise Installation von "Spyware" auf den Nutzerrechnern wird jedoch von P2P United vehemment abgelehnt. Auch über Verhandlungen zu einem Entlohnungsmodell für Copyrights ähnlich jenem der Radios ruft P2P United die RIAA auf. (red)

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