Nützlicher Helfer beim Sortieren der Bilderfluten

7. Oktober 2003, 11:31
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Microsoft stellte "Foto Designer Pro" vor

Microsoft hat sein Bildbearbeitungsprogramm Picture It von Grund auf überarbeitet und zur Komplettlösung für die digitale Fotografie erweitert. Neben den Werkzeugen zum Nachbessern der Fotos bietet die Software jetzt auch zahlreiche Effektfilter. Und damit in der Bilderflut die Übersicht nicht verloren geht, enthält der "Foto Designer Pro" ein umfangreiches Archivsystem.

Eine gute Figur

Diese Foto-Designer-Bibliothek macht im Vergleich zu ähnlichen Programmen wie dem Photoshop Album von Adobe oder Thumbs Plus eine gute Figur. Beim ersten Start listet die Bibliothek sämtliche Dateien im Windows-Verzeichnis "Eigene Bilder" auf - Fotos aus anderen Ordnern lassen sich zusätzlich einfügen. Selbst Bilderberge von 5.000 und mehr Dateien werden in kaum einer Minute mit ihrer Miniatur-Darstellung angezeigt - in einem einzigen großen Bildschirmfenster.

Verschiedenste Sortierungen möglich

Nun können die Dateien nach Unterordnern, nach Aufnahmedatum, Datei- oder Bildgröße sortiert werden. Beim Aufnahmedatum erfasst die Software die EXIF-Informationen, die von neueren digitalen Kameras automatisch für jede Fotografie gespeichert werden. Liegen diese Daten nicht vor, wird das Datum der letzten Speicherung verwendet.

Individuelle Informationen lassen sich jedem Bild in Form von Stichwörtern sowie einer Beschriftung und einer Bewertung von null bis fünf Sternen zuordnen. Die Erfahrung zeigt, dass solche sinnvollen Ordnungssysteme nur dann auf Dauer eingesetzt werden, wenn sich die Zusätze möglichst schnell eintragen lassen, ohne dass man sich dazu erst durch mehrere Menüs hangeln muss.

Frei wählbare Stichwörter

Bei der Microsoft-Software lassen sich frei wählbare Stichwörter direkt unter der Miniatur-Darstellung eines Fotos anklicken; auch mehrere Bilder können so in einem Durchgang mit Stichworten belegt werden. Ein stets sichtbarer Schiebeordner verändert die Größe der Bilddarstellung. Mit einem rechten Mausklick kann die Anzeige auf dem ganzen Bildschirm oder die Bildbearbeitung aufgerufen werden.

Deren Funktionen sind an Einsteiger-Bedürfnissen orientiert. Anstatt diese mit der Einstellung von Gradationskurven oder mit einer Feinabstimmung der Tonwertkorrektur zu konfrontieren, werden die meisten Einstellungen automatisch vorgenommen. Alle Werkzeuge sind in einem übersichtlichen Aufgabenbereich zusammengefasst, der am linken Bildschirmrand aufgerufen werden kann. Hier stehen auch eine Reihe von Effektfiltern zur Verfügung; die Auswahl an Bilderrahmen macht mit einer Vielzahl von eher banalen Motiven einen weniger überzeugenden Eindruck. Da der Foto-Designer das Plugin-Format von Photoshop unterstützt, lassen sich hier aber auch alternative Rahmen- und weitere Effektfilter einbinden.

Offen für Alternativen gibt sich auch die Foto-Designer-Bibliothek: Statt der eigenen Bildbearbeitung lassen sich aus der Bildverwaltung heraus auch andere Programme aufrufen - etwa, wenn doch einmal eine eingehendere Bearbeitung erforderlich ist. Für die Präsentation am Bildschirm lassen sich "Foto-Stories" erstellen und mit gesprochenem Text sowie Musik anreichern - als Wiedergabe-Software kommt der Media-Player von Windows zum Einsatz.

Assistenten für Backups

Damit so viel kreative Arbeit nicht mit einem Festplatten-Crash vernichtet wird, gibt es einen Assistenten für regelmäßige Backups auf CD. Dabei erkennt die Software, welche Dateien seit der letzten Sicherung neu hinzugekommen sind oder geändert wurden.

Microsoft Picture It Foto Designer Pro Plus - so die vollständige Bezeichnung der Software - benötigt einen Windows-PC (ab 98) mit einem Prozessor ab einer Taktrate von 700 Megahertz und mindestens 256 MB RAM. Bei der Installation werden auf der Festplatte rund 400 MB an Daten abgelegt. Das von einer zweiten CD mit 2.900 Bildern und einem gedruckten Handbuch begleitete Paket kostet rund 90 Euro.(APA/AP)

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