UNO-Sondergesandter startet Vermittlungsmission in Burma

1. Oktober 2003, 14:28
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Razali kann vermutlich arrestierte Oppositionsführerin Suu Kyi besuchen

Rangun - Der UNO-Sondergesandte Razali Ismail hat am Dienstag seine Vermittlungsmission in Burma begonnen. Sein Terminplan stehe noch nicht fest, sagte er bei seiner Ankunft in Rangun. Razali will die unter Hausarrest stehende Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi und die Militärjunta zurück an den Verhandlungstisch bringen. Es wurde erwartet, dass er Suu Kyi besuchen durfte. Als wahrscheinlich galt auch ein Treffen mit Burmas Juntachef, Generalissimus Than Shwe, und mit dem neu ernannten Ministerpräsidenten Khin Nyunt. Dieser hatte kürzlich einen Sieben-Punkte-Plan präsentiert, der unter anderem freie Wahlen vorsieht.

Razali hatte Ende 2000 maßgeblich zur Eröffnung der Gespräche mit dem Ziel einer "nationalen Versöhnung" beigetragen. Suu Kyi war Ende Mai erneut unter Hausarrest gestellt worden. Den Sieg ihrer Partei bei der Parlamentswahl 1990 erkennt die Junta bis heute nicht an. (APA)

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    "Freiheit für Oppositionsführerin Aung San Suu"

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