USA: 44 Millionen Menschen ohne Krankenversicherung

2. Oktober 2003, 14:34
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15 Prozent der Bevölkerung

Washington - In den USA haben immer weniger Menschen eine Krankenversicherung: 2002 stieg deren Zahl das zweite Jahr in Folge, wie das Büro für Bevölkerungsstatistik am Dienstag mitteilte. 43,6 Millionen Menschen hatten den Angaben zufolge 2002 keine Krankenversicherung. Das sind 15,2 Prozent der Bevölkerung. 2001 waren es noch 2,4 Millionen weniger - 14,6 Prozent aller US-Bürger.

Dass 2002 deutlich weniger Menschen krankenversichert waren, sei vor allem darauf zurückzuführen, dass weniger Menschen durch ihre Arbeitgeber versichert gewesen seien. Einige hätten ihre Arbeit verloren, bei anderen hätten die Arbeitgeber den Versicherungsschutz wegen gestiegener Prämien aufgekündigt, teilte das Büro mit. In anderen Fällen hätten sie den Arbeitnehmeranteil so weit angehoben, dass diese ihn nicht mehr haben zahlen können.

Teilweise werden die Versicherungslücken durch staatliche Programme wie Medicaid aufgefangen. Ansonsten wäre die Lage vieler US-Bürger nach Ansicht von Experten noch deutlich schlechter. (APA/Reuters)

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